März 2016

März war ein aufregender Monat für mich! Wo fange ich da bloß an.... ????

 

Samstag, 5. März - JUBILÄUM DER ORTSGRUPPE KARLSRUHE DER LMDR

Am 5. März habe ich als Vertreterin des Bundesvorstandes der Jugendorganisation der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland die Feier anlässlich des 60ten-Jubiläums der Ortsgruppe Karlsruhe der LmDR besucht.

Die OG Karlsruhe begeisterte mich mit ihrem vielseitigem Programm, den tollen Darbietungen und die Moderatorin des Events, Ida Martjan, hat mich mehr als verzaubert!

Ich danke der Vorsitzenden der OG Karlsruhe, Erna Pacer, für die Einladung zu dieser tollen Veranstaltung und freue mich auf die Zusammenarbeit mit der OG Karlsruhe!

 

Foto: Mit unserem Geschäftsführer Jürgen Arnhold, der Vorsitzenden der OG Karlsruhe, Erna Pacer, der Moderatorin Ida Martjan und unserem Bundesgeschäftsführer Waldemar Eisenbraun.

 

 

 

 

 

DER NEUE ALMANACH DES LITERATURKREISES DER DEUTSCHEN AUS RUSSLAND IST DA!

Vergangenes Jahr reichte ich beim Literaturkreis der Deutschen aus Russland e.V. im Rahmen einer Ausschreibung meine Kurzgeschichte "Im letzten Atemzug" ein. Diese Geschichte hat für mich eine besondere Bedeutung. Sie basiert auf dem Leben von Elisabeth Thiessen und dem Roman von Charlotte Hofmann-Hege "Alles kann ein Herz ertragen". Ich habe diese Geschichte nach vielen Bedenken eingereicht, irgendwie zweifelte ich an mir selbst. Zu meiner großen Freude und Überraschung erhielt ich einen Tag nach der Einreichtung die Einladung zur Tagung des Literaturkreises der Deutschen aus Russland. Ich habe mich unglaublich gefreut - was ich zu diesem Zeitpunkt komplett ausgeblendet habe: Die Tagung fand in Schweinfurt statt - in der Geburtstadt von Elisabeth Thiessen! Wenn das kein Zufall ist!

Und dann, Wochen später, erhielt ich die Nachricht, dass mein Beitrag in den Almanach aufgenommen worden ist. Es war ein sehr bewegender Moment, als das Buch dann endlich da war und ich es in meinen Händen halten konnte. Immer und immer wieder habe ich es aufgeschlagen und obwohl ich schon in viel in Zeitungen und Zeitschriften publiziert habe, kam mir diese Veröffentlichung irgendwie so unwirklich vor. Nun ist der neue Almanach da und wird mich auch auf meinen Lesungen begleiten

Das Buch kann entweder direkt über den Verein, den Anthea-Verlag, über alle bekannten Online-Shops oder über den regulären Buchhandel bezogen werden.

www.literaturkreis-autoren-aus-russland.de/

„Das (hoch-)gelobte Land“
Literaturblätter der Deutschen aus Russland, 2015/16
Hrsg. von Artur Böpple
Broschur, 14 x 21 cm, ca. 320 Seiten, 14,90 €

 

16. März - BESUCH DES MUSEUMS FÜR RUSSLANDEUTSCHE KULTUR IN DETMOLD UND LESUNG IM RAHMEN DER PADERBORNER LITERATURTAGE

Am 16. März ging es für mich nach Nordrhein-Westfalen. Dort besuchte ich als 2. Vorsitzende des Kulturrates der Deutschen aus Russland zunächst das berühmte Museum für Russlanddeutsche Kultur in Detmold und traf mich dort mit der Leiterin des Museums Dr. Katharina Neufeld. Ich erzählte Frau Neufeld von der Arbeit und den Plänen des Kulturrates, sowie meiner Tätigkeit bei der Jugendorganisation der Landsmannschaft und überreichte ihr als Mitglied des Literaturkreises der Deutschen aus Russland e.V. den neuen Almanach, der ab jetzt in zum Bestand der Museumbibliothek gehört. Frau Neufeld erzählte mir über die Geschichte des Museum und lud mich zu einer tollen Führung ein.

Ich bin begeistert von diesem Museum und kann es jedem nur empfehlen! Das Museum ist sehr gut ausgestattet, verfügt über modernste Technologien und veranschaulicht sehr gut die Geschichte unserer Vorfahren. Es ist lebendige Geschichte und jeder, der sich für die Geschichte der Deutschen aus Russland interessiert oder sich darüber ein Bild machen möchte, sollte dieses Museum besuchen! Ich danke Frau Neufeld für Ihre Zeit, für das intensive und bereichernde Gespräch und für die tolle Führung durch das beeindruckende Museum!

Am Nachmittag fuhr ich von Detmold in das naheliegende Paderborn. Dort las ich im Rahmen der Lesung mit russlanddeutschen Autoren, die im Rahmen der Paderborner Literaturtage stattfand, meine Werke. Organisiert wurde die Veranstaltung von Helene Frank und dem Monolith Netzwerk e.V., sowie der Volkshochschule Paderborn.

 

Es war eine gemütliche Runde mit sehr interessierten Gästen. Nach einem Grußwort von Frau Frank, las Raisa Mater, die Enkelin von Edmund Mater, die Kurzgeschichte Hinkebeinchen - Chromonoschka vor. Diese Geschichte wurde auf Russisch verfasst und extra für die Lesung von mir ins Deutsche übersetzt. Danach trug Edmund Mater seine Kurzgeschichte "Trubel" vor, die unter den anwesenden Gästen für viel Gelächter sorgte.

Die Geschichten, die ich für diese Lesung vorbereitet habe, wurden durch die Bilder von Evgenij Mos ergänzt, die als Bildpräsentation auf einer Leinwand zu sehen waren. Sein Motiv von den Nordlichtern in Karelien wählte ich übrigens für das Cover meines Sammelbandes "Auf den Spuren des Nordlichts". Gemeinsam mit Evgenij entwickelten wir ein Projekt unter dem Titel "Meine Heimat mit Deinen Augen".

 

19. März - BEGEGNUNGSABEND "AUF DEN SPUREN DES NORDLICHTS" IN DER MUSIKSCHULE SINSHEIM

Es wird mir als ein ganz besonderer Abend in Erinnerung bleiben: Meine Lesung unter musikalischer Begleitung von meinem Vater Otto Martin in der Musikschule Sinsheim. Organisiert wurde die Veranstaltung von Dorothea Volkert, der 1. Vorsitzenden der Deutsch-Russischen Gesellschaft Kraichgau e.V. Ich habe Dorothea mein Projekt am Anfang des Jahres vorgestellt und sie griff diese Idee sofort auf und organisierte innerhalb weniger Tagen einen Veranstaltungsort. Die VHS Sinsheim half uns beim Druck der Flyer und Plakate. Den Abend habe ich gemeinsam mit meinem Papa Otto Martin gestaltet.

Es war ein tolles Gefühl zu sehen, wie der Saal sich füllt. Unter den Gästen waren u.a. die Vertreter des Freundeskreis Heidelberg-Simpferopol, die extra aus Heidelberg angereist sind, die Mitglieder der Deutsch-Russisch-Ukranischen Gesellschaft Eppingen e.V. mit der 1. Vorsitzenden Vera Haas, die kräftig Werbung für diese Veranstaltung gemacht hat, des Weiteren auch Vertreter der Ortsgruppe Heilbronn der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Vertreter der Russischen Schule "Alphabetiki" aus Sinsheim, Vertreter der Bürgerstiftung Wiesloch, etc.

Thema des Abends waren die Russlanddeutschen auf ihrer ewigen Identität- und Heimat-suche. Ich habe aus meinen Geschichten gelesen, in denen ich berichte, wie es ist, zwischen mehreren Kulturen und Sprachen aufzuwachsen. Ich erzählte von meiner Kindheit in Karelien, von meiner Übersiedlung nach Deutschland und wie sich meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, aber auch das Schicksal meiner deutschen und finnischen Vorfahren, auf mein Leben ausgewirkt haben. Ergänzt wurde die Lesung von musikalischen Beiträgen meines Vaters, der seinen Gesang auf der Gitarre begleitete. Mit seinen Lieder, die von Liebe, Sehnsucht und Heimatsuche handeln, zauberte er vielen anwesenden Gästen Tränen ins Gesicht - vor allem unseren Landsleuten.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben. Auch an die vielen anwesenden Gäste, für die intensiven und interessanten Gespräche und Diskussionen danach. Vielen herzlichen Dank!

 

Mit Dorothea Volkert und meinem Vater Otto Martin nach der Lesung

 

Und zum Schluß ging es wieder mal nach.... BERLIN!

Der Ausflug war sehr spontan - aber umso schöner! Berlin begeistert mich jedes Mal aufs Neue. Jedes Mal entdecke ich neue Seiten an dieser Stadt - und verliebe mich immer mehr in sie.

Diesmal traf ich mich dort mit der Regisseurin des Films "POKA - heißt Tschüss auf Russisch", Anna Hoffmann. Sie hatte mich zu der Filmvorführung in den Bundestag eingeladen und dieser Einladung bin ich gerne gefolgt.

Der Film - mehr als sehenswert! Der hat bei mir so viele Emotionen und Gedanken ausgelöst. Er hat Erinnerungen hervorgerufen, die ich zu verdrängen versucht habe - oder die im Laufe der vergangenen Jahre einfach irgendwo in meinem Unterbewusstsein verloren gegangen sind.

Anna ist ein wunderbarer Mensch: offen, herzlich, energisch, voller Ideen...

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit ihr und auf gemeinsame Projekte!

 

 

 

 

 

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