Mai 2016

Mai war ein ziemlich aufregender und ereignisreicher Monat für mich. Nun versuche ich so kompakt wie möglich hier Bericht zu erstatten... ;)

 

9-10 MAI

BUNDESVORSTAND DER JUGEND LMDR IM BUNDESMINISTERIUM DES INNERN

Am 9. Mai ging es für mich (wieder mal) nach Berlin. Es ist jedes Mal ein tolles Erlebnis in unserer Hauptstadt zu sein. Da mein Bus fast drei Stunden Verspätung hatte, traf ich leider erst am späten Abend ein und verpasste die Feierlichkeiten rund um den Tag des Sieges, der auch in Berlin an den Gedenkstätten im Treptow-Park und im Tiergarten gefeiert wird. Dennoch schaffte ich es noch das Denkmal für den Sowjetischen Soldaten in der Nähe des Brandenburger Tors zu besuchen.

Am 10. Mai besuchte ich gemeinsam mit meinen Kollegen vom Bundesvorstand der Jugend LmDR das Bundesministerium des Innern. Dort waren wir zu einem Gespräch mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk. 

Nach dem sich die Mitglieder des Bundesvorstandes vorgestellt haben, wurde u.a. über folgende Punkte gesprochen wie politische Partizipation und politische Bildung der jungen Deutschen aus Russland, Entwicklung der Jugendarbeit auf der Bundesebene, sowie mögliche Kooperationen mit Partnern aus Russland und Kasachstan.

Darüber hinaus ging es auch um solche Themen wie Projektarbeit, Projektumsetzung und Beantragung von Fördermittel für diese Projekte. Als Landesvorsitzende der Jugend LmDR Baden-Württemberg habe ich Herrn Koschyk und seinen Mitarbeitern von unserem aktuellen Projekt "Strukturaufbau neuer Jugendorganisationen" berichtet und erläuterte, wie bei uns das Projekt sowohl in den einzelnen Ortsgruppen, als auch auf der Landesebene umgesetzt wird.

Dank solchen Treffen und Gesprächen können wir uns weiter entwickeln und unsere Arbeit im Bereich der Jugend optimieren.

 

14. MAI: "DEUTSCHE AUS RUSSLAND HEUTE: Kulturelle Integration durch Kunst, Musik und Literatur"

MUSIKALISCH-LITERARISCHER ABEND IN STUTTGART

Am 14. Mai veranstaltete der Kulturrat der Deutschen aus Russland e.V. in Kooperation mit der Ortsgruppe Stuttgart der LmDR e.V. im Alten Feuerhaus in Stuttgart einen musikalisch-literarischen Abend mit einigen russlanddeutschen Kulturschaffenden.

Eröffnet wurde der Abend von der Ortsvorsitzenden Olga Haas und dem Chor der Landsmannschaft "Heimatmelodie", unter der Leitung von Viktoria Mehlhaff. Nach dem Auftritt des Chors, begrüßte mein Kollege und der Vorsitzende des Kulturrates, Dimitri German, die anwesenden Gäste und stellte das Programm für den Abend vor. Anschließend lasen Nelli Kossko, Agnes Gossen-Giesbrecht, Wendelin Mangold und ich aus unseren Werken vor. Dimitri German und Oleg von Riesen sorgten für den musikalischen Teil des Abends. Zu Gast war auch der Chor "Freundschaft", der einige seiner besten Gesangsstücke vortrug. Nach dem offiziellen Teil, ließ man den Abend noch bei Kaffee und vielen intensiven Gesprächen ausklingeln. An dieser Stelle möchte ich mich als 2. Vorsitzende des Kulturrates bei allen Mitwirkenden ganz herzlich bedanken. Es war ein toller Abend und ich freue mich schon auf die weiteren Begegnungen und unsere weitere Zusammenarbeit!

 

17 - 18. MAI: JUGEND LMDR BW in DETMOLD

Direkt nach dem Pfingstwochenende unternahmen wir mit einigen Vertretern unserer Jugend LmDR BW einen zweitägigen Ausflug nach Detmold. Ziel des Ausfluges war u.a. der Besuch im Museum für Russlanddeutsche Kultur und ein Austausch über die Jugendarbeit in den einzelnen Ortsgruppen.

Die Teilnehmer des Ausflugs sind aus unterschiedlichen Orten angereist: Aus Eppingen, Talheim, Ittlingen, Karlsruhe und sogar Ulm. Am Ankunftstag wurde bereits fleißig gearbeitet. Nach einer Kennenlernrunde, stellte ich als Landesvorsitzende der Jugend LmDR Baden-Württemberg unser Projekt "Strukturaufbau neuer Jugendorganisationen" vor, in dessen Rahmen der Ausflug stattgefunden hat. Danach tauschten wir uns über die aktuelle Situation in den einzelnen Ortsgruppen aus. Mein Vorstandskollege Dennis Oliveira stellte unser Projekt "Culture Crossover" vor, das in Eppingen durchgeführt wird. Danach teilten wir uns in Arbeitsgruppen auf und besprachen unterschiedliche Themen wie Aufbau von Jugendarbeit, Projektarbeit, Projektumsetzung und entwickelten gemeinsam Ideen für gemeinsame Aktionen.

Am nächsten Tag ging es zunächst in das wunderschöne Zentrum von Detmold. Dort besuchten wir die Historische Altstadt sowie die Christus Kirche. Nach einem gemeinsamen Mittagessen fuhren wir ins Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte, wo uns die Leiterin des Museum, Dr. Katharina Neufeld freundlich empfing. Nach der Begrüßung machte sie mit unserer Jugendgruppe eine Führung durch das Museum und erzählte uns von der Geschichte und dem Schicksal der Deutschen in Russland.

Ich finde, dass es sehr wichtig ist, dass unsere junge Generation sich mit der Geschichte ihrer Vorfahren auseinandersetzt. Das Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte bietet bestens Möglichkeit dazu. Ich habe das Museum bereits zum zweiten Mal besucht und habe auch diesmal Neues für mich entdeckt. Ich kann es allen, die sich für die Geschichte der Deutschen aus Russland interessieren nur empfehlen.

 

22-25 MAI: BERLIN, BERLIN...

Nach einer kleinen Verschnaufpause ging es dann wieder - drei mal dürft ihr raten - genau, nach Berlin! Diesmal mit meinen Jugendlichen aus dem Jugendzentrum Eppingen. In diesem Jahr führen wir im Juze das Projekt "Alte Heimat- Neue Heimat" durch und beschäftigen uns in dessen Rahmen mit solchen Themen wie Flucht, Vertreibung, mit Begriffen wie Heimat und Freiheit. Wir möchten, dass unsere Jugendlichen sich auch (ggfs.) mit ihrer eigenen Einwanderungsgeschichte auseinandersetzen und wissen, wo ihre Wurzeln liegen.

Am 22. Mai fuhren wir mit einigen Jugendlichen nach Berlin. Am Ankunftstag stand zunächst ein Ausflug ins Stadtzentrum zu den wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten auf dem Plan: Brandenburger Tor, Reichstag, die Siegessäule... Das ist einfach ein Muss für alle, die Berlin besuchen!

Am nächsten Tag besuchten wir das Deutsche Historische Museum, wo gerade, passend zu unserem Projekt, die Sonderausstellung "Immer bunter: Einwanderungsland Deutschland" gezeigt wird. Da unsere Gruppe ziemlich bunt gemischt war (fast alle unsere Teilnehmer hatten einen Migrationshintergrund), fand jeder in dieser Ausstellung ein Stück seiner Familiengeschichte wieder.

Am Dienstag besuchten die die Gedenkstätte Berliner Mauer. Besonders beeindruckend fanden wir das Dokumentationszentrum, wo die gesamte Geschichte der Mauer dargestellt ist. Die Jugendliche waren tief bewegt durch die Bilder von Menschen, die durch die Mauer getrennt wurden. Auch diverse persönliche Berichte und Schicksal haben uns sehr betroffen gemacht. Es war schwer sich vorzustellen, dass unser Land einst durch diese Mauer getrennt war und dass die Menschen viele Jahre lang, wie in einem Gefängnis gelebt haben. Erschütternd und so unwirklich...

Am Dienstag Abend haben wir die drei Tage bei einem gemeinsamen Essen Revue passieren lassen. Ich habe die Jugendlichen gebeten mir auch ihre Geschichte, bzw. die Geschichte ihrer Eltern und Großeltern zu erzählen.

Am letzten Tag besuchten wir noch den Kurfürstendamm, die berühmte Gedächtniskirche und auch den KaDeWe. Danach ging es leider auch schon nach Hause. Aber die vier Tage in Berlin waren echt super verlaufen... Wir hätten echt noch ein paar Tage dort vertragen können... ;)

 

27. MAI - AUSFLUG INS TRIPSDRILL

... was sollte man in den Ferien unbedingt machen? Richtig! So viel Spaß haben, wie es nur geht! Darum haben wir kurzerhand und ganz spontan einen Ausflug in den Freizeitpark Tripsdrill bei Cleebronn organisiert. Rund 15 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nahmen am Ausflug teil. Das war ein echt geiler Tag für uns alle! Der Freizeitpark Tripsdrill ist ideal sowohl für junge Leute, als auch für Familien mit Kindern. Hier kommt jeder auf seine Kosten! Der Park vereint nicht nur tolle Attraktionen, sondern auch Geschichte und tolle Gastronomie. Zusätzlich zum Freizeitpark, kann auch noch der Tierpark nebenan besucht werden. Ich denke, dass war nicht der letzte Ausflug in diesen tollen Freizeitpark :) Der Sommer ist ja noch lang!

                     

 

29. MAI: BESUCH DER LANDESGARTENSCHAU IN ÖHRINGEN UND DES INTERNATIONALEN GORODKI-FORUMS

Der letzte Termin auf meiner Liste für den Monat Mai, war der Besuch des Internationalen Gorodki-Forums im Rahmen der Landesgartenschau in Öhringen. Gorodki ist ein altrussisches Spiel und läuft im Rahmen des Projekts "Integration durch Sport" vom Landessportverband Baden-Württemberg.

Am Internationalen Gorodki-Forum, das vom 27-29 Mai im Rahmen der Landesgartenschau in Öhringen stattfand, nahmen Gorodki-Teams nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Belarus teil. Dort habe ich nicht nur einige bereits bekannte Gesichter getroffen, sondern konnte auch neue Kontakte knüpfen.

Gorodki ist ein tolles Spiel, das sich sowohl für Kinder, als auch Jugendliche, Erwachsene, aber auch Senioren eignet. Ich habe das Spiel zum ersten Mal miterlebt und war sehr davon beeindruckt. Geplant ist, dieses Spiel auch in Eppingen zu installieren. Bin gespannt, was daraus wird. Am 5. Juni wird es eine kleine Kostprobe geben: Bei unserem Internationalen Sommerfest im Jugendzentrum Eppingen, möchten wir ein freies Gorodki-Spiel anbieten, damit die Eppinger eine Möglichkeit bekommen, dieses Spiel kennen zu lernen.

 

 

 

 

 

 

 

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