Auf den Spuren meiner Vorfahren

Ich werde oft gefragt, woher ich die ganzen Informationen über meine Vorfahren nehme. Woher habe ich nur ihre Geburtsdaten, Geburtsorte, Namen, Ereignisse, Fotos, Geschichten?

Nun ja, eine Frage, die ich leider nicht mit einem Satz beantworten kann. Denn meine persönliche Suche nach meinen Vorfahren dauert mittlerweile nun schon fünfzehn Jahre. In diesen Jahren habe ich bereits vieles versucht, um mehr über meine Herkunft zu erfahren. Es ist nicht immer einfach und man braucht sehr viel Zeit, Geduld und Fantasie. Oft muss ich auch Enttäuschungen verkraften. Da sitzt man stundenlang vor dem Computer, liest Namen, notiert sich Daten, blättert stundenlang (!) in Kirchenbüchern - um am Ende kein bisschen vorwärts zu kommen. Keine neuen Ergebnisse, keine neuen Erkenntnisse. Und an diesem Zustand kann sich manchmal jahrelang nichts ändern. Deswegen betone ich es noch einmal: Geduld.

Das Internet ist eine Goldgrube, wenn es um die Suche nach Informationen geht. Ich habe auf der ganzen Welt gesucht und habe auch Hilfe aus der ganzen Welt bekommen: Russland, Kasachstan, Brasilien, USA, usw. Meine Sprachkenntnisse in Englisch, Russisch, Portugiesisch und Polnisch haben mir oft weiter geholfen.

Viele Archive sind heute geöffnet. Viele Initiativen kümmern sich um Aufarbeitung der Daten. Um einigen die Arbeit zu erleichtern, werde ich hier, nach und nach, Informationen rausstellen. Sowohl Links zu nützlichen Seiten, als auch Ergebnisse meiner eigenen Familienforschung und meiner Spurensuche-Reisen.


Rückblick: 

Kasachstan 2019

Ein Video über meine Reise in das Heimatdorf meines Vaters nach Kamenka in Kasachstan... 


Das Foto oben entstand 1990 als wir meine Oma in Kasachstan besucht haben. Das Foto unten entstand 2019, als ich nach Kamenka gereist bin. Nun steht das Haus leer...

Kamenka bei unserem Besuch 1990 und 2019... 

Als kleines Kind in der Steppe 1990 und als Erwachsene 2019...


*************************************************************

Rückblick: 

Wolhynien 2018

An diesem Ort stand einst das deutsche Dorf Dubowaja, in dem meine Vorfahren lebten. Im Jahr 1936 wurden alle Dorfbewohner, wie viele andere Wolhyniendeutsche, aus der Ukraine nach Kasachstan deportiert.

Fünfzehn Jahre lang träumte ich davon mich auf die Spurensuche meiner deutschen und finnischen Vorfahren zu begeben. Nun habe ich den ersten großen Schritt gewagt: 

Im September 2018 sind wir mit Irina Peter aus Mannheim in die Ukraine, nach Wolhynien gereist, um uns auf die Spurensuche unserer Vorfahren zu begeben. Irinas Großeltern kommen aus derselben Region in der Ukraine wie meine. Ihre Eltern und sie lebten im gleichen Gebiet in Kasachstan wie mein Vater. Nun leben Irina und ich beide in Baden-Württemberg. Zufall? Schicksal? Göttliche Fügung? Wie auch immer - wir haben uns gefunden und teilen eine Herzensangelengenheit: So viel wie möglich über unsere Vorfahren zu erfahren. 


Das Videounten zeigt unsere Suche nach dem Dorf Dubowaja, in dem meine Großmutter Linda Nickel, später verheiratete Martin, geboren ist. Seht selbst, was von diesem Dorf übrig geblieben ist...


Die Reise nach Wolhynien war erst der Beginn einer großen Spurensuche, die mich noch an viele Orte führen wird. Ich nehme euch gerne mit auf diese Reise und freue mich über Zuspruch und gerne auch Kontaktaufnahme. Teilt mit mir eure Erfahrungen und Familiengeschichten. 

Lasst uns #zusammenerinnern 

 

Weitere Eindrücke gibt es auf meiner Facebook-Präsenz und bei Instagram (siehe Stories):

https://www.facebook.com/martikat

https://www.instagram.com/martikat.de/

 

Nach oben